Abschlussdiskussion

In der Abschlussdiskussion im Plenum stellten zunächst die Kuratorinnen und Kuratoren anhand der auf Tafeln festgehaltenen Diskussionspunkte die wesentlichen Inhalte der Stationen vor. Die Moderatorinnen und Moderatoren wiesen auch darauf hin, dass die Diskussionen in der Regel sehr konstruktiv und problemorientiert abliefen, obwohl im Saarland eine gewisse Grundstimmung der Machtlosigkeit und Resignation erkennbar ist. Häufig wurden die Stichworte Akzeptanz, Bürgerwille, Verständlichkeit, Glaubwürdigkeit, Transparenz und Vertrauensverlust genannt. Zur offenen und konstruktiven Diskussion in allen fünf Gruppen trug einerseits bei, dass alle Teilnehmenden einander ernst nahmen und zuhörten, andererseits konnten Missverständnisse durch fachliche Argumente bereits vor Ort bereinigt werden.

Die Dialogveranstaltung im Saarland zeigte, dass es sinnvoll ist, seitens der Stiftung „Forum Bergbau und Wasser“ auf die von der Grubenflutung Betroffenen zuzugehen. Dies trägt erheblich dazu bei, die Verständigungsprobleme zwischen der Bevölkerung, den Gutachtern, der Antragstellerin und den Behörden zu verringern. Wichtig dabei ist, dass alle Beteiligten eine Sprache verwenden, die für alle nachvollziehbar und verständlich ist.

Anhand der Diskussionen in den Stationen Erfahrungen, Chancen und Risiken wurde deutlich, dass nach dem Eindruck des FBW-Kuratoriums ein kontrollierter Grubenwasseranstieg im Saarland gegenüber dem Status Quo, d.h. pumpen und einleiten wie bisher, zu bevorzugen wäre: Das aktuell verfügbare Know-how könnte zeitnah genutzt werden, bei intensiver Überwachung (Monitoring) könnten Erfahrungen mit dem Anstieg gesammelt, die CO2-Bilanz erheblich gesenkt und ein Maximum an Generationengerechtigkeit erreicht werden. Gleichzeitig müssen die noch klärungsbedürftigen Fragen, z. B. Erschütterungen, PCB, Radon, Grubenwasserqualität und -klärung zeitnah untersucht, verständlich veröffentlicht und in die Risikobewertung einbezogen werden. In jedem Fall muss eine mögliche Verunreinigung des Grund- und Oberflächenwassers ausgeschlossen werden.

Die Frage, warum die harten Gegner des Grubenwasseranstieges im Saarland nicht anwesend waren, konnte nicht beantwortet werden. Dr. Struckmeier verwies auf die umfängliche Liste von fast 300 Einladungen an alle relevanten Gruppen und Personen. Darüber hinaus war die Ankündigung auf der FBW Homepage verfügbar.

Verlauf und Inhalte der Dialogveranstaltung werden ebenfalls mittels einer Pressemitteilung bekannt gegeben und als zusammenfassende Dokumentation mit Bilderstrecke auf der Homepage der Stiftung „Forum Bergbau und Wasser“ veröffentlicht.

Mitglieder

Felix, qui potuit rerum cognoscere causas. (Auf Deutsch: Glücklich ist, wer die Ursachen der Dinge erkennen konnte.)

Virgil
Dir. u. Prof. a.D. Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Wilhelm Struckmeier, Vorsitzender des Kuratoriums

Dir. u. Prof. a.D. Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Wilhelm Struckmeier, Vorsitzender des Kuratoriums

Veränderungen begünstigen nur den, der darauf vorbereitet ist

Louis Pasteur
Prof. PD Mag. Dr. nat. techn. Sylke Hilberg

Prof. PD Mag. Dr. nat. techn. Sylke Hilberg

Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.

Christian Morgenstern
Rainer Lüdtke, Leiter Wissenschaftsstiftungen Deutsches Stiftungszentrum

Rainer Lüdtke, Leiter Wissenschaftsstiftungen Deutsches Stiftungszentrum

Es ist die Neugier, die mich antreibt, nichts als die schiere Neugier.

Thomas Reiter
Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Christian Melchers, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums

Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Christian Melchers, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums

Den Fortschritt verdanken wir Menschen, die entweder gefragt haben: ‚Warum?‘ oder ‚Warum nicht?‘

Robert Lembke
Prof. Dr. rer. nat. habil. Dipl.-Geol. Maria-Theresia Schafmeister

Prof. Dr. rer. nat. habil. Dipl.-Geol. Maria-Theresia Schafmeister

Was das Blut für den Menschen, ist das Wasser für die Erde.

Hermann Lahm
Prof. Dr. rer. nat. habil. Georg H.E. Wieber

Prof. Dr. rer. nat. habil. Georg H.E. Wieber

Ich betrachte Grubenwasser als künftige Energie- und Rohstoffquelle und nicht als Abfallstrom.

Prof. Dr. rer. nat. habil. Dipl.-Geol. Christian Wolkersdorfer

Prof. Dr. rer. nat. habil. Dipl.-Geol. Christian Wolkersdorfer

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